Hamburg mit dem Rad erkunden

Wir haben den diesjährigen Pfingstmontag für eine ausgiebige Fahrradtour genutzt. Relativ spontan kam uns die Idee, dass wir doch mal wieder unserer Lieblingsstadt im Norden einen Besuch abstatten konnten – Hamburg! Also schnell einen Fahrradträger für das Auto organisiert, eine Fahrradroute rausgesucht und im Internet recherchiert, ob man in Zeiten von Corona als Tagestourist eigentlich bereits wieder nach Hamburg reisen darf. Und schon ging die Reise am nächsten Morgen los.

Kleiner Grasbrook

Gestartet sind wir mit unserer Fahrradtour im Stadtteil Kleiner Grasbrook. Dieser Stadtteil gehört zum Bezirk Mitte und befindet sich auf der anderen Elbseite, direkt gegenüber vom großen Grasbrook und der Hafencity. Der Stadtteil besteht fast ausschließlich aus Hafenanlagen, so dass hier kaum Menschen unterwegs sind (zumindest am Pfingstmontag). So konnten wir unser Auto ganz bequem in einer Parkbucht am Straßenrand abstellen.

Von hier aus starteten wir nun quer durch Steinwerder hin zum alten Elbtunnel. Als Kreuzfahrten durfte natürlich ein Blick auf die derzeit am Cruise Center Steinwerder liegenden AIDAs nicht fehlen 🙂

St. Pauli Elbtunnel

Der St. Pauli Elbtunnel wurde 1911 eröffnet und verbindet das Elbufer bei den Landungsbrücken mit Steinwerder.  Zu Beginn nutzten ca. 20 Millionen Menschen pro Jahr den Tunnel, vor allem die Arbeiter in den Häfen und Werften in Steinwerder. 

Seitdem 1975 der neue Elbtunnel für den Verkehr eröffnet wurde, wird der St. Pauli Elbtunnel überwiegend nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Seit diesem Zeitpunkt wird der St. Pauli Elbtunnel auch „Alter Elbtunnel“ genannt. 

Hinauf und Hinab gelangt man heutzutage entweder über die Treppen, über die Personenaufzüge oder auch über die großen Aufzüge, mit denen – damals wie heute – die Autos in den Tunnel befördert wurden. Wir haben uns mit unseren Rädern natürlich für den großen Aufzug entschieden. Was für ein Erlebnis 🙂

Da derzeit eine Röhre wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt ist, läuft der Verkehr in beide Richtungen durch die andere Röhre. Dies ist aber kein Problem, da Fußgänger und Radfahrer natürlich aufeinander Acht geben und der Tunnel für die Bauzeit für den Kraftverkehr gesperrt ist.

Rathaus und Alster

Auf der anderen Seite angekommen, fuhren wir erstmal Richtung Hafencity. Ein Blick auf die Elbphilharmonie darf bei keinem Hamburgbesuch fehlen. Also kurzer Fotostopp, und dann vorbei am Miniaturwunderland weiter Richtung Altstadt.

Dort erwartete uns auch schon das Wahrzeichen Hamburgs – das Rathaus. In voller Pracht und bei strahlendem Sonnenschein radelten wir quer über den Rathausmarkt. In Zeiten von Corona war dieser fast leer, so dass wir wunderschöne Fotos machen konnten. Jedes Jahr im Advent findet auf dem Rathausmarkt der Historische Weihnachtsmarkt statt und lockt tausende Besucher an. Auch wir waren bereits dort – es lohnt sich! 🙂

Das Hamburger Rathaus dient übrigens als Sitz der Bürgerschaft und des Senats. Es wurde im späten 19. Jahrhundert im Stil der Neorenaissance errichtet.

Vom Rathaus ist es nur ein Katzensprung bis zur Alster. Bei bestem Pfingstwetter radelten wir einmal komplett um die Binnen- und Außenalster. Dies gelang mal mehr und mal weniger gut. Leider hatten an Pfingsten mehrere Leute die Idee, das gute Wetter zu genießen, so dass die Wege sehr voll waren. Aber schön war es dort trotz alledem.

Immer an der Elbe entlang

Unser Weg führte uns von dort zurück zu den Landungsbrücken, der großen Elbstraße entlang und die Elbchaussee hinab bis Teufelsbrück. Hier haben wir uns einem Hilfsmittel bedient und mit der Fähre die Elbe überquert. Die Fähren sind in Hamburg beliebtes Verkehrsmittel. Nicht nur um auf die andere Elbseite zu gelangen, sondern auch um schnell die Elbe hinauf oder hinab zu kommen. Wir sind direkt an der nächsten Haltestelle Rüschpark wieder ausgestiegen und haben uns wieder aufs Rad geschwungen. 

Die andere Elbseite

Auf dieser Seite der Elbe konnte man wesentlich besser und entspannter Fahrrad fahren. Dafür waren aber auch kaum Leute unterwegs und gefühlt waren wir die einzigen Touristen. Aber vollkommen unberechtigt! Klar, Finkenwerder, Steinwerder und Veddel sind Industrie- und Hafengebiete und haben keine Sehenswürdigkeiten zu bieten. Aber nichts desto trotz fand ich die Gegend sehr schön. 

So fuhren wir die letzten 20 km unserer Route ganz entspannt durch das Hamburger Hafengebiet, bevor wir wieder unser Auto erreichten. Irgendwie war ich dann auch so im Fahrradgroove, dass ich hier gar keine Fotos gemacht habe.

Unsere Route zum Nachfahren

Quelle: Komoot App

Unsere Rundfahrt quer durch Hamburg war am Ende des Tages ca. 50 km lang. Hierfür haben wir laut App knapp 3 Stunden reine Fahrzeit benötigt. Mit Pausen etc. waren wir insgesamt ca 6 Stunden unterwegs.

Für alle, die jetzt Lust darauf haben unsere Tour nachzufahren: Schaut auf www.komoot.de vorbei! Hier ist unsere Tour zu finden, aber auch viele andere schöne Fahrradtouren sind dort hinterlegt. Und wenn auch nicht die passende Tour für Euch dabei sein sollte, so findet man zumindest viele Anregungen, in welche Richtung eine Tour führen könnte. Aber nicht nur für Fahrradfahrer ist diese App bzw. diese Website gedacht. Es finden sich hier auch viele Wander- und Laufstrecken oder auch Touren für Mountainbike- und Rennradfahrer.

Ihr findet mich, die Tour durch Hamburg und ein paar andere meiner gemachten Fahrradtouren dort unter dem Profil „Fernweh und Meer“, und mit einem Klick ganz einfach hier.

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