Mit dem Auto Lanzarote erkunden

An Tag 3 stand Arrecife/Lanzarote auf dem Plan. Ich hatte mich vorab bereits im Internet erkundet, was Lanzarote an Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten zu bieten hat. Da ich einiges interessantes entdeckt habe, was aber auf der ganzen Insel verteilt war, kam schnell der Gedanke eines Mietwagens auf. Auf mehrfache Empfehlung haben wir uns dann für Cicar entschieden. Ich habe bereits frühzeitig von Zuhause aus übers Internet dort einen Opel Mokka X gebucht, da wir zu viert unterwegs waren und uns dieses Auto vom Platzangebot und Preis-Leistungsverhältnis ganz okay erschien.

 

Unser Tag begann früh morgens, da der Mietwagen ab 8 Uhr für uns bereits stand und wir auch möglichst viel entdecken wollten. Es war das erste Mal, dass wir überhaupt irgendwo einen Mietwagen gebucht haben, und somit war ich etwas nervös, ob das denn auch alles so klappt. Meine Ängste waren natürlich unbegründet. Der Cicar-Schalter war (gemeinsam mit den Ständen anderer Mietwagenanbieter) direkt an der Pier in einem Gebäude untergebracht. Die Mitarbeiterin war sehr freundlich, sprach sogar Deutsch und hat alles innerhalb von 5 Minuten erledigt. Der Wagen wurde uns dann in einem einwandfreien Zustand, mit bereits auf Deutsch eingestelltem Navigationsgerät vor die Tür gebracht. Nach einer kurzen Begehung unsererseits ging es dann auch schon los.

 

Als ersten Stop hatten wir den Besuchs des Timanfaya Nationalparks im Südwesten der Insel geplant. Dieser Nationalpark wird auch Montanas del Fuego (Feuerberge) genannt, da dieser aus Vulkanen, riesigen Lavafeldern und Lavatälern besteht. Da dies ein sehr beliebtes Ausflugsziel auf Lanzarote ist, empfiehlt sich ein Besuch früh morgens, bevor die ganzen anderen Touristen kommen. Alleine die Anfahrt zum Eingang des Parks war beeindruckend, die Anfahrtstraße führt quer durch die Lavalandschaft bis hin zum Parkplatz. Wir waren bereits kurz vor Öffnung des Parks dort, so dass wir eine der ersten Autos auf dem Parkplatz waren.

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Dort angekommen, hat man die Möglichkeit eine Rundfahrt durch den Park mit einem Bus zu machen. Dies ist bereits im Eintrittspreis enthalten und es werden Informationen auf Spanisch, Englisch und Deutsch gegeben. Die Fahrt war atemberaubend, da die Feuerberge sehr hoch sind und man kilometerweit über die Lavalandschaft schauen kann. Leider klappte das Fotografieren durch die Busscheibe nicht so gut…

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Wieder zurück am Parktplatz, haben wir uns dort noch etwas umgeschaut. Dort befindet sich unter anderem ein ca. 7 Meter tiefes Loch, aus dem noch die Hitze der Lava aufsteigt. In dieser Hitze werden Hähnchenschenkel und Kartoffeln gegart. Leider haben wir dies nicht probiert, aber es sah sehr lecker aus und roch auch gut!

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Unser nächster geplanter Stop war Mirador del Rio, ein Aussichtspunkt ganz im Norden der Insel. Der Weg dorthin führte uns durch Weinanbaufelder in La Geria, die auf Lanzarote ganz anders aussehen als wir es kennen. Dort wird der Wein nicht stehend auf Bergen bzw. Hängen angebaut, sonden in runden Löcher im Boden angepflanzt. Eher unspektakulär, aber trotzdem schön anzuschauen. Unser Weg führte uns außerdem durch Haria im Tal der 1000 Palmen. Es heißt, dass seinerzeit eine Palme wuchs, wenn in Haria ein Mädchen geboren wurde. Der Ort Haria selbst ist eher klein, aber mit seinen weißen Gebäuden sehr schön und schnuckelig. Unterwegs haben wir des öfteren spontane Fotostopps eingelegt, da die Gegend total schön war und man von oben immer einen sehr schönen Ausblick auf die Täler und den Küstenstreifen hatte.

 

Am Mirador del Rio angekommen, erwartete uns ein von César Manrique entworfener und in einem Felsen errichteter Aussichtspunkt. Von hier aus kann man direkt auf das gegenüber liegende Insel La Graciosa schauen, welche mit ca. 700 Einwohnern die einzige bewohnte Insel des sogenannten Chinijo-Archipel ist. Im Aussichtspunkt ist außerdem eine Bar und ein kleiner Souvenirshop vorhanden, so dass man sich auch kurz erfrischen kann. Und das zu wie ich finde angenehmen Preisen.

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Wir fuhren weiter quer durchs Land Richtung Jameos del Agua, einer teilweisen eingestürzten Lavaröhre mit Pool, Restaurant und Konzertsaal. Auch diese Touristenattraktion wurde von César Manrique geschaffen und erfreut sich großer Beliebtheit. Als wir dort ankamen stand bereits vor dem Eingang eine lange Schlange an Besuchern, so dass wir beschlossen haben uns dort nicht mit einzureihen, sondern nur kurz an der Atlantikküste spazieren zu gehen. Aber auch das hat sich gelohnt!

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Auch den nächsten geplanten Stop am Jardin de Cactus (Kakteengarten) haben wir ausfallen lassen, da wir unterwegs bereits genügend Kakteen bewundert haben und doch jeder irgendwie aussah wie der andere… (Ja, Ihr dürft mich jetzt ruhig Kulturbanause nennen 😉 )

Nach einem kurzen Halt an der Tankstelle (der Mietwagen musste mit genauso viel Benzin im Tank abgegeben werden wie man ihn erhalten hat) fuhren wir also zurück Richtung Hafenterminal. Inzwischen war es auch schon knapp 16 Uhr. Auch das Abgeben des Wagenschlüssels hat reibungslos funktioniert – an dem Stand von Cicar stand ein Pappkarton, in die man einfach den Schlüssel legte und fertig!

 

Mein Fazit: Lanzarote ist eine wunderschöne Insel, die durch und durch vom dunklen Lavagestein in Zusammenspiel mit dem frischen Grün der vielen Kakteen geprägt ist. Die Entscheidung mit dem Mietwagen zu fahren war sehr gut und würde ich auch jedem empfehlen, der in der Kürze der Zeit möglichst viel von der Insel erkunden möchte.

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Hier nochmal unsere Route im Überblick:

 

(erstellt über GoogleMaps)

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