Mit dem Rad rund um den Starnberger See

Wenn man schon mal sein Rad mit in den Urlaub genommen hat und ein See in der Nähe ist, bietet es sich doch an mit dem Rad einmal den See zu umrunden. Das haben wir uns auch gedacht und somit war dies fest in unserer To-Do-Liste für den Urlaub verankert.

Auch hierbei kam uns die App von Komoot wieder zu Hilfe, denn auch diese Route kann man sich dort bequem herunterladen und sich einmal um den See navigieren lassen. Der Radweg ist jedoch auch gut ausgeschildert, so dass man den Weg natürlich auch ohne Hilfe finden würde.

Der Start unserer Tour

Gestartet sind wir in Tutzing am Westufer des Sees, da dies auch der Ort unserer Unterkunft war. Von dort aus ging es Richtung Süden durch Bernried und Seeshaupt, um dann am Ostufer des Sees wieder Richtung Norden zu fahren. Immer am Wasser lang, führte uns unser Weg vorbei an den vielen schönen Häusern und Villen Richtung Ammerland.

Kulinarischer Stopp in Ammerland

Wie bereits in meinem Artikel „Fahrradtour „auf den Spuren von Hubert und/ohne Staller““ beschrieben habe, befindet sich in Ammerland die Bäckerei aus der TV-Serie. Als wir die vorherige Radtour gemacht haben, hatte die Bäckerei leider geschlossen. Da ich dort jedoch so gerne ein Stück Kuchen essen wollte und uns der Weg nun wieder durch Ammerland führte, mussten wir natürlich nochmal einen Zwischenstopp einlegen 🙂 Und siehe da, die Bäckerei hatte geöffnet und es gab für mich ein super leckeres, noch warmes Stück Mandarinen-Schmand-Kuchen!

Ein Ort bayerischer Geschichte

Gut gestärkt ging es weiter Richtung Berg. Hier befindet sich direkt auf der Strecke noch ein Ort bayerischer Geschichte.

Nachdem König Ludwig II (auch als Märchenkönig bekannt) im Juni 1886 entmündigt und in das Schloss Berg verbracht wurde, fand man seine Leiche nur wenige Tage später im seichten Ufer des Starnberger Sees (damals noch Würmsee genannt). Die Todesumstände sind bis zum heutigen Tage nicht klar, es ranken sich hierum einige Gerüchte. An der Stelle, an der sein Leichnam gefunden wurde, wurde ein Gedenkkreuz aufgestellt. Bereits ein Jahr nach seinem Tode hat seine Mutter etwas oberhalb dieser Stelle eine Totenleuchte zum Andenken an ihren Sohn errichten lassen. Es hat noch weitere 9 Jahre gedauert, bis gegenüber der Fundstelle eine Gedächtniskapelle – die sogenannte Votivkapelle – zur Erinnerung an den König errichtet und schließlich 14 Jahre nach seinem Tod geweiht wurde. In die Kapelle kann hineingesehen werden, sie ist jedoch mit einem Zaun verschlossen. Lediglich am Sonntag nach dem 13. Juni – dem Todestag König Ludwigs II. – wird dort ein Gottesdienst gehalten und die Kapelle ist für die Öffentlichkeit geöffnet.

Von Berg über Starnberg nach Pöcking

Weiter ging es nun Richtung Starnberg. Hier gibt es eine Stelle mit einem seichten Steinufer und etwas Grünanlage, welches zum Verweilen (oder auch in unserem Falle zum Fotoshooting 😀 ) einlädt. Ansonsten ist das Stück Weg, welches durch Starnberg führt, nicht so schön. Der Weg führt ein Stück an einer viel befahrenen Hauptstraße entlang, ist schlecht ausgeschildert und an sich fand ich Starnberg jetzt auch nicht so schön. Nachdem wir Starnberg verlassen hatten, mussten wir ein Stück auf der Hauptstraße fahren. Da dort nicht so viel Verkehr war, fühlte ich mich recht sicher, jedoch ist es schon etwas riskant und gefährlich, als Radfahrer auf einer Staatsstraße/Landesstraße zu fahren. Aber zum Glück ist nichts passiert 🙂

Letzte Etappe: von Pöcking zurück nach Tutzing

Nach einem Stopp und dem Genuss eines gekühlten Radlers brachen wir zu unserer letzten Etappe an. Auf den letzten Kilometern führte uns der Weg durch viele Parks und Wälder zurück nach Tutzing. Hier fuhr es sich wieder gut mit dem Fahrrad und es war auch schön anzuschauen. Wir sind auch am Schloss Possenhofen vorbeigefahren. Dies ist das Schloss, in dem Kaiserin Sissi und ihre Geschwister aufgewachsen sind. Da sich das Schloss in Privatbesitz befindet, ist es ringsum von hohen Hecken umgeben, so dass es kaum eingesehen und auch nicht besichtigt werden kann.

Mein persönliches Fazit

Nach knapp 52 km Fahrstrecke und 286 bezwungenen Höhenmetern waren wir wieder an unserer Unterkunft angekommen. Und ich muss sagen, mir und meinem Körper ging es gut! 😀 Wir fahren zwar viel und regelmäßig Fahrrad, aber über 30 km kommen wir selten hinaus. Von daher war ich sehr erstaunt, dass mein Körper diese 52 km so gut weggesteckt hat und mir auch am nächsten Tag keinen Muskelkater beschert hat. Die einzig bleibende körperliche Erinnerung an diese Tour war mein Sonnenbrand auf den Armen. Also Kinners: Auch bei bewölktem Himmel immer gut mit Sonnenmilch eincremen, die gefährlichen UV-Strahlen kommen auch da durch!! Und ja, den Abdruck meines T-Shirts sieht man natürlich immer noch…

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