Madeira mit dem (E-)Bike erkunden

Als passionierte Fahrradfahrer ist es für uns inzwischen selbstverständlich, auch im Urlaub die Gegend auf zwei Rädern zu erkunden. Für unseren Kreuzfahrtstopp auf Madeira hatten wir daher einen entsprechenden Ausflug über TUI Cruises gebucht.

Aufgrund der doch hügeligen Landschaft Madeiras haben wir uns für einen E-Bike-Ausflug entschieden. Wir als Nordlichter sind doch nicht ganz so erprobt, was die Höhenmeter angeht 😋

Nach dem ersten Einstellen der Sattelhöhe und der Einweisung in die Funktion der Unterstützung ging es auch schon los.

Wir verließen den Kai und fuhren Richtung Zentrum von Funchal. Der erste Stopp erfolgte dann auch bereits nach gefühlt einem Kilometer. Hier steht schließlich die Statue von Cristiano Ronaldo! Für mich allerdings völlig uninteressant, so dass ich mir lieber die anderen Schiffe anschaute, die mit uns im Hafen von Funchal lagen. Zugegen war neben „unserer“ Mein Schiff 4 noch die AIDAmar sowie die MS Artania mit dem berühmten Kapitän Morten Hansen.

Ein Blick auf den Hafen von Funchal

Von dort aus ging es in einem kurzen Schlenker durch die Stadt rauf auf die Estrada Monumental Richtung Westen. Natürlich gehören ein paar kleine Zwischenstops auch immer dazu. So hielten wir zum Beispiel an der Promenade. Von hier hat man einen wundervollen Blick auf die Bucht von Câmara de Lobos. Links im Bild ist die zweithöchste Steilklippe der Welt zu sehen – das Cabo Girao. 580 Meter geht es hier steil bergab. Eigentlich führt die von uns gebuchte Tour auf die Klippe hinauf. Aufgrund von Straßenbauarbeiten war hier jedoch kein sicheres Fahren möglich, so dass sich unser Guide für eine andere Tour entschied.

Stattdessen ging es für uns hinauf auf den Pico da Torre. Dieser ist zwar „nur“ 205 Meter hoch, aber auch diese Höhenmeter wollten überwunden werden. Gott sei Dank waren unsere Räder motorisiert 🙂

Oben angekommen, wurde man mit einem wunderbaren Ausblick auf Câmara de Lobos, den Atlantik und auf die Flora und Fauna Madeiras belohnt.

Unseren Blick zog dann ein „auf Grund gelaufenes“ Boot auf sich. Dieses steht mitten im „Ilhéu de Câmara de Lobos“, den Gärten der Ilheu von Câmara de Lobos. Unsere Guide erklärte uns dann, dass der Garten derzeit umgestaltet wird. Das Boot ist dabei ein Denkmal zugunsten Christoph Kolumbus erbaut wird. Dieser kam 1478 das erste Mal nach Madeira, um Zucker zu kaufen. In den folgenden Jahren lebte er auf Madeira, da er die Tochter des Gouverneurs der Nachbarinsel Porto Santo heiratete. An vielen Stellen Madeiras sind daher Denkmäler oder Statuen Kolumbus zu finden.

Getreu dem Motto „Wer den Berg rauf fährt, darf irgendwann auch wieder runter“ ging es anschließend etwas rasanter bergab, direkt in das Zentrum von Câmara de Lobos. Wir hatten hier ca. 30 Minuten zur freien Verfügung, die wir für ein kühles Getränk in einer der Bars genutzt haben.

Unser Rückweg führte uns wieder an der Promenade entlang, zurück nach Funchal. Wir fuhren vorbei an der Sissi-Statue (Sissi hat damals regelmäßig Urlaub auf Madeira gemacht, um der „Familie zu entfliehen“) zum Santa Catarina Park. Ein wunderschönes grünes Fleckchen Erde, mitten in Funchal. Und ganz nebenbei hatte man von hier noch einen grandiosen Ausblick auf die Mein Schiff 4.

Wir fuhren jedoch nicht direkt zum Schiff zurück, sondern machten noch einen Schlenker in Richtung Altstadt. Hier hatten wir dann auch noch mal Zeit zur freien Verfügung. Da wir den berühmten Markt bereits bei unserem letzten Besuch auf Madeira gesehen haben (den Link zum Artikel findest du hier), sind wir nur ein wenig durch die engen Gassen geschlendert. Einmal durch die Altstadt bis hin zum Forte de Sao Tiago, und von dort an der Promenade entlang zurück zum Mercado dos Lavadores, wo wir unsere Räder geparkt hatten.

Anschließend ging es dann zurück zum Schiff. Am Ende der Tour standen knappe 28 Km und 520 Höhenmeter auf dem Tacho. Es war eine sehr schöne Tour durch die Landschaft Madeiras bei sehr angenehmen Wetter. Sonne, ab und zu mal ein Wölkchen und 17 Grad. Also das perfekte Radfahrwetter!

Ich kann diesen Ausflug wärmstens empfehlen. Die Strecke ist auch für ungeübte Fahrradfahrer durchaus gut machbar. Zur Not kann man ja auch die Unterstützung etwas höher einstellen 🙂 Die Guides nehmen aber auch immer gut Rücksicht darauf, dass alle gut mitkommen und die Regeln des Straßenverkehrs immer von allen eingehalten werden.

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